Eve's Welt

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Facts about... Kolping
  Facts about...Mistelbach
  Terminkalender
  Ösi-Deutsch für Anfänger
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Freunde
   
    dark-dragon67

    - mehr Freunde




  Links
   Artefakt Mistelbach
   Leben in Mistelbach
   Site vom Rattle Snake
   Mein MySpace
   Burg Kreuzenstein
   www.mistelbach.at
   Mein zweiter Blog



Webnews



http://myblog.de/evygoesoesi

Gratis bloggen bei
myblog.de





Zwei Paar Schuhe

Mit einem Mann befreundet zu sein, einfach der Sympathie wegen und die Suche nach dem Mann fürs Leben, sind zwei Paar Schuhe.
Frauen, meist praktisch und doch emotional eingestellt, differenzieren sehr stark zwischen dem zukünftigen Vater ihrer Kinder und dem besten Freund. Der strahlende Prinz auf seinem abgehalfterten Gaul sollte natürlich zugleich Seelenverwandter und bester Freund sein, letztendlich aber mehr der perfekte Liebhaber als nur der gute Zuhörer.
Wir erwarten uns mehr als ein nettes Lächeln mit geraden Zähnen, zwischen nicht all zu großen Ohren und freundlich drein blickenden Augen. Wenn wir unser Herz verschenken, dann servieren wir es demjenigen auf dem Silbertablett, nett eingewickelt in Goldpapier und einem mit Parfum bedufteten Liebesbrief.
Frauen verlieren sich in der Liebe und leben mehr um zu Lieben, als des Lebens wollens.

Dabei stellt sich nur die Frage: Wollen Männer und Frauen das Gleiche? Und wenn ja, warum ist es denn dann so schwer eine "Freundschaft" mit einem Mann zu haben, ohne das er bei der erst besten Gelegenheit daran denkt, wie es wohl wäre, wenn wir nicht nur den Keks zum Kaffee, sondern auch das Bett miteinander teilen würden.
Wären Männer und Frauen gleichermaßen an einer "Freundschaft" interessiert, wären all die Probleme, dich sich sonst dabei auftun, im Handumdrehen vergessen. Doch,... man muss fair bleiben, nicht nur Männer haben ein Problem mit Grenzen, auch viele Frauen verlieren sich gern ein Mal zu oft in den strahlenden Augen ihres "besten Freundes".

Worin unterscheidet sich aber der "beste Freund" nun letztendlich vom "festen Freund", wenn es nicht allein der Sex ist? Wobei, muss es der sein Sex sein, der das entscheidende Kriterium ist? So mancher wird nun sicher schmunzeln oder beschämt wegschauen, denn eine "beste Freundschaft" muss nicht unbedingt ohne körperliche Nähe ablaufen. Und es ist auch nicht schlimm, immerhin vereint ein bester Freund in sich oft alle Dinge, die wir uns auch von unserem Traummann erwarten. Warum aber dann trennen, zwischen Beziehung und Freundschaft? Können wir dann nicht alles in einem haben, wenn wir uns sowieso schon einen Menschen suchen, der all unsere schmutzigen Geheimnisse kennt und trotzdem gern hat?

Ganz einfach, eben weil wir jemanden brauchen, dem wir all unsere Leichen im Keller präsentieren können, ohne dafür verurteilt zu werden und so gibt es oft neben dem Partner fürs Leben auch einen weiteren Seelenverwandten. Es ist jemand, der stets eine starke Schulter zum Anlehnen bereithält, unsere Tränen trocknet und uns mit jedem unserer Fehler akzeptiert. Er urteilt nicht über uns und ist trotzdem stets ehrlich, denn auch wenn einmal Gewitterwolken am Horizont aufziehen sollten, so ist ein kleiner Streit oft ein reinigendes Gewitter, das die Luft von all dem Smog reinwäscht. Wir lachen zusammen, verbringen gemeinsame Abende auf der Couch und stören uns aber auch nicht daran, wenn wir uns eine Woche lang nicht gehört haben. Es ist einfach, es ist entspannt und es ist genau das, was wir uns wünschen.

Frauen schwören sich immer, dass es ihnen nie passieren wird, aber dann, in einem unachtsamen Augenblick: Das Kribbeln, das wir so sehr gesucht haben, plötzlich ist es da und mit ihm kommt die Ungewissheit. Das Glänzen in den Augen, das schneller schlagende Herz, der rasende Puls und all das bei einem Mann, der uns mehr wie ein Bruder schien als wie der edle Ritter. Sind auch Frauen nicht für eine Freundschaft zu einem Mann gemacht, da wir uns früher oder später verlieben?

Auf der anderen Seite, wenn dieser jemand so perfekt ist, warum ersetzen wir ihn irgendwann durch eine Person, die uns zunächst so fremd erscheint und deren Eigenheiten wir in kleinen Schritten erst mühsamn erkunden müssen? Wenn wir bereits jemanden haben, dem wir uns uneingeschränkt öffnen können, ohne die allgegenwärtige Angst verletzt zu werden, warum dann aber die ständige Suche nach dem Traumprinz? Wenn wir unseren Prinzen gefunden haben, sollte er dann nicht die Stelle des besten Freundes einnehmen? Sicher, denn wie sollte eine Liebe ohne Freundschaft leben? Wie sollte eine Beziehung funktionieren, wenn man im Bett hervorragend miteinander harmoniert, sich ansonsten aber nichts zu sagen hat?

Wir bauen Grenzen mit Stacheldraht, ja wenn nötig auch eine zweite chinesische Mauer um unser Herz und gewähren nur demjenigen den Zutritt, den wir zu 200% als vertrauenswürdig erachten. Frauen sind so, schon aus evolutionärer Sicht sind wir nicht für ständige Partnerwechsel ausgelegt, sondern uns ist eine gewissen Konstanz und Beständigkeit mitgegeben worden. Ist unser Mann auf der Jagd von einem Mammut zermatscht worden, trauern wir gebührend um ihn und erst dann würde es uns in den Sinn kommen, nach einem neuen Partner Ausschau zu halten. Und wenn wir schon die Kinder erziehen und uns bis ans Ende unserer Tage binden, dann sollte es DER Mann sein und kein anderer.

Freundschaft ist der Grundstein für jede Beziehung und manchmal kann aus dem besten Freund, der Mann fürs Leben werden und die Suche hat ein Ende, denn dass, was man gesucht hat, war die ganze Zeit ganz nah. Andererseits kann aber auch aus einer alten Liebe eine neue Freundschaft werden, denn wenn das Kribbeln verschwindet, muss es ja nicht auch unbedingt das Vertrauen und die gegenseitige Wertschätzung.
24.11.12 22:45


Werbung


Nicht mit aber auch nicht ohne,...

 

Wenn wir nicht mit aber auch nicht ohne können, wie können wir dann überhaupt? Ein Leben in der Schwebe, der Unsicherheit und der Frage nach dem Wie, verwirrend und nervenaufreibend. Wir stürzen uns jeden Tag aufs Neue in eine emotionale Tiefe. Blind, ohne Ausweg lassen wir uns fallen und treiben, gedankenverloren, auf dem Fluss unserer Sehnsüchte dahin. Kein Fährmann dem wir Wegegeld geben können, damit er uns sicher an das andere, rettende Ufer bringen kann und so sehr wir es uns auch einreden mögen, wir wollen es auch nicht. Wir martern uns selbst, zerfressen von Selbstzweifel und der Unwissenheit wie es weitergehen soll.


Doch was tun, wenn man sich nicht mal im geringsten sicher ist, was man sich wünscht, was man hofft und erwartet? Ein Spiel, ein Krieg, eine Schlacht bei der es nur Verlierer geben kann, denn am Ende bleibt nicht nur ein gebrochenes Herz. Verwundet gehen wir zu Boden, einen Wimpernschlag vom Ziel entfernt und mit Tränen in den Augen. Während wir noch kämpften, hatten wir schon alles verloren. Ein Leben zwischen den Welten funktioniert auf Dauer nicht und so sehr wir uns auch an den Gedanken klammern mögen, dass ein Leben zu zweit das einzig Wahre zu sein scheint, verlieren wir den Bezug zum Hier und Jetzt. Aussichtlose Situationen, ein neues Dilema hinter jeder Tür, die wir in unserer Verzweiflung aufstoßen. Wie die kleine Alice im Wunderland sind wir mal zu groß und mal zu klein, passen in kein Muster und die Fußstapfen in die wir treten wollen sind stets zu groß. Wir drehen uns im Kreis und verlieren das letzte bisschen Orientierung denn, auch wenn wir glauben das Ziel vor Augen zu haben, haben wir doch nichts anderes als Halluzinationen.


Wir können nicht miteinander aber auch schon gar nicht ohne, denn der Gedanke an das "Wir" ist stärker als die Liebe zum eigenen "Ich". Doch was bleibt, wenn der Traum wie eine Seifenblase zerplatzt und man nun vor den Trümmern seiner Liebe steht? Den Mut verlieren und sich geschlagen geben? Den Kopf in den Sand zu stecken ist eine Variante, sie lässt einem zumindest die Möglichkeit eines Tages wieder erhobenen Hauptes über den Dingen zu stehen. Den Kopf ganz zu verlieren, ist eine Andere. Ohne Kopf sind wir nicht nur taub, stumm und blind, nein, wir verlieren auch den Verstand. Es ist ein Preis, den zu zahlen, man bereit sein muss. Doch kann die Liebe einen solchen Preis fordern? Darf sie bedingungslos sein, in einer Art und Weise, die uns alles abverlangt? Für seinen Partner da, die starke Schulter oder auch der weiche Kern zu sein, alles Dinge, die selbstverständlich sind. Totale Selbstaufgabe allerdings nicht.


Es ist oft ein Märchen ohne Happy End, ohne ein ".. und wenn sie nicht gestorben sind..", denn auch wenn man immer glaubte, es gäbe kein Leben ohne den anderen, wird früher oder später einer erkennen, dass man nur Allein wieder glücklich sein kann. Die Erinnerung an die schönen Momente verblasst aber die Wut und der Schmerz bleiben, was einen Abschied immer leichter macht. Wie oft haben wir uns eingeredet, dass es eines Tages anders wird, das die gewaltige Kluft irgendwann kleiner wird, aber auch eine Brücke zu schlagen schien unmöglich. Es ist als machten wir einen Schritt voraus, zwei Schritte zurück, stolpern und fallen. Dabei schürfen wir uns nicht nur die Knie auf, sondern verlieren auch immer mehr die Kraft uns allein aufzurichten.


Wir müssen den Mut haben uns zu lösen, die Augen geradeaus zu richten und die Schritte in eine, uns noch unbekannte Zukunft zu lenken. Die ständige Unsicherheit scheint unsere Brust zusammen zu schnüren und nur der Weg hinaus in die Freiheit vermag diesen Knoten zu lösen. Frische Luft füllt unsere Lungen und zum ersten Mal seit Monaten haben wir das Gefühl wieder frei Atmen zu können. Sie haucht unserer geschundenen Seele neues Leben ein.

Wir sind geblendet von der Schönheit des erwachenden Tages und schöpfen neue Kraft. Zu lang hatten wir die Augen vor den positiven Dingen verschlossen und uns an das geklammert, was uns eigentlich glücklich machen sollte, uns aber lediglich das Herz schwer werden ließ. Heute stehen wir hier, die Augen weit geöffnet und lassen den Blick in die Ferne schweifen.


Wir konnten nicht mit, aber schon gar nicht konnten wir ohne... wir wollten stets und wollten doch nie, wir haben an alles geglaubt und alles vergessen. Wir wollten soviel und konnten doch nichts und am Ende, waren es nicht WIR... da war es nur noch ICH!


 

24.11.12 00:55


"Neues Spiel, neues Glück"

"Neues Spiel, neues Glück", das Motto all jener die, die Hoffnung nicht aufgeben wollen oder deren Gewinnsucht sie immer wieder dazu treibt, trotz enormer Verluste den Einsatz nochmals zu erhöhen.

Die Liebe ist ein ähnliches Spiel und es kommt auch hier darauf an, wer das beste Pokerface hat. Spielt man von Anfang an mit offenen Karten ist die Chance als Gewinner der Partie vom Tisch zu gehen gleich null. 

Vielmehr heißt es, sich zurück zu lehnen, vorsichtig den Einsatz zu erhöhen und den nächsten Spielzug des Gegners abzuwarten. Geht er volles Risiko, mit einem Blatt mit dem es sich eigentlich nicht zu spielen lohnt und hofft, dass der Bluff keinem auffällt oder lässt er sich nur ebenso schwer aus der Reserve locken, wie man selbst?


Die Liebe ist ein Spiel, bei dem jeder Spieler seine eigenen Regeln macht. Für den einen ist das Falschspiel ein willkommenes Mittel, um ans Ziel zu gelangen und während die Regeln des Anstandes eigentlich nur einen Zug erlauben, wird gern ein Feld übersprungen, in der Hoffnung, der andere bekomme es nicht mit.

Für andere dagegen ist es unverzeihlich sich nicht an die allgemeinen Regeln des Datings und der Beziehung zu halten . Kein Kuss beim ersten Date, langsames Annähern und den anderen bis in die Haarspitzen kennenlernen, bis man den entscheidenden Schritt in eine neue Beziehung wagt.


Warum aber ist die Liebe der Bereich in unserem Leben, in dem wir es vollkommen normal finden, nach Belieben die Regeln zu ändern, zu betrügen oder den anderen, ohne mit der Wimper zu zucken, vom Spielfeld zu werfen. Warum machen wir das nicht auch in allen anderen Situationen? Weil wir uns dort nicht trauen würden oder weil wir der Meinung sind, in Sachen Liebe sei es allein den Spielern erlaubt das Reglement zu ändern.


In der Liebe ist es wie im Spiel, der erste Zug kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wie wir uns auch drehen und wenden, wir können nicht verstecken wer wir sind, denn auch wenn es für einen kurzen Moment gelingen sollte, so wird die andere Seit der Medaille früher oder später auch sichtbar werden.

Wie haben wir es als Kinder gehasst, beim „Mensch, ärgere dich nicht“ zu verlieren und wie oft haben wir uns geschworen, es nie wieder zu spielen. Und doch, immer wieder haben wir uns überreden lassen und uns im Falle eines Gewinnes mit neuem Ehrgeiz daran gemacht unsere Glückssträhne so lange es geht aufrecht zu erhalten. Jetzt da wir älter sind, spielen wir nicht mehr Brettspiele aber wir versuchen stets unser Glück in den Beziehungen zu anderen Menschen zu finden.


Sich zu verlieben, einen anderen Menschen zu erkunden und seine Geheimnisse zu entdecken, wird von nun an unser liebstes Spiel, doch so sehr wir uns bemühen, es ist auch hier noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wie auch, wo sich doch ständig die Mitspieler und auch die Regeln ändern. Meist passieren die größten Veränderungen dann, wenn wir glauben die ellenlange Spielanleitung komplett gelesen und verstanden zu haben. Ein Handbuch für eine perfekte Beziehung gibt es nicht und so liegt es an uns, die wichtigsten Stichpunkte festzuhalten und sie zu bewahren. Allerdings, was für uns zu funktionieren scheint, muss für einen anderen noch lange nicht die richtige Strategie sein.


Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt“, so sagt man zumindest aber sind wir einmal ehrlich zu uns selbst, sehen wir, dass noch längst nicht alles erlaubt ist. Es geht in jeder Beziehung, sei es rein freundschaftlich, geschäftlich oder in der Liebe stets um eines: Vertrauen. Eine Lüge schon zu Beginn einer solchen, kann alles zerstören, noch bevor es richtig begonnen hat, so kann aber auch die unverblümte Wahrheit das Ende bedeuten. Wägen wir ab, stellen wir fest, dass ohne Vertrauen keine Beziehung entstehen kann.Es sind verschiedene Arten des „Vertrauens“, am Anfang müssen wir darauf vertrauen, dass unser Gegenüber es ehrlich mit uns meint, während wir im Laufe des Zusammenseins das gegenseitige Vertrauen entwickeln, wir vertrauen uns einander an und trauen uns auch einmal Dinge offen zu legen, die wir sonst stillschweigend mit uns herum getragen hätten.


Ein Treffen vor dem jedes Mal die Karten neu gemischt werden, bevor man sie auf den Tisch legt, ist mehr oder weniger eine verlorene Partie. Also, hören wir auf die Karten zu zinken, ständig ein weiteres Ass im Ärmel zu haben und konzentrieren uns auf das, was wichtig ist, ein sauberes Spiel und einen ehrlichen Sieg. Nach welchen Regeln man spielt ist letztendlich egal, solange die Fairness nicht auf der Strecke bleibt.


22.11.12 23:40


Schließe ich die Augen.....

Es ist wieder eine dieser Nächte, in der ich einfach keinen Schlaf finde. In meinem Kopf ziehen hunderte, nein, abertausende Gedanken ihre Kreise, wie ein Strudel ziehen sie mich in die Tiefe, hinab in die Dunkelheit und Ungewissheit. Fragen schweben vor meinem geistigen Auge, Fragen, auf die ich sicher auch in dieser Nacht keine Antworten finden werde. Der Tag stirbt, die Nacht erwacht und mit ihr die Erinnerungen.


Wenn man einen Menschen in seinem Leben hat, der einem all das gibt, was man sich wünscht, sollte man dann nicht glücklich sein? Sollte man nicht das Gefühl haben, die Welt umarmen zu können und sollte man nicht die Suche nach dem Traumpartner ein für alle mal beenden? Sollte, doch was, wenn wir blind sind und nicht sehen wollen, was so greifbar nah und doch scheint unser Blick alles andere als klar. Wir verschließen unsere Augen und auch unser Herz, drehen uns im Kreis und suchen verzweifelt nach jemandem Neuen, der uns all die Dinge zu geben vermag, die wir bei einem anderen schon längst gefunden haben. Dafür setzen wir aufs Spiel gerade die Person zu verletzen, deren Liebe und Verständnis uns besonders am Herzen liegt. Es ist ein Spiel auf Zeit und am Ende kann es keinen Gewinner geben. 

 

Die wahre Liebe spürt man erst dann, wenn der geliebte Mensch nicht bei uns ist, wir die Zeit haben ihn zu vermissen und daran zu denken, wie schön es wäre, ihn an unserer Seite zu wissen.


Schließe ich die Augen, sehe ich sein Gesicht, kenne jede kleine Falte und jeden noch so winzigen Makel. Kein Makel der mich stört, nein, eine kleine Besonderheit, die ihn nur noch interessanter für mich macht. Er ist perfekt, weil er es eben nicht ist. Er mag für einen anderen Menschen alles andere als schön sein, doch er ist es für mich. 

 

Schließe ich die Augen spüre ich seine warmen, sanften Berührungen auf meiner Haut. Vorsichtig, fast schüchtern, streichen seine Finger über mein Haar, berühren zärtlich meine Wangen und Lippen. Ein leichter Schauer durchfährt mich, es ist eine wohlige Gänsehaut bei der Erinnerung an seine Hände, welche neugierig meinen Körper erkunden. Gehauchte Worte, während er meinen Nacken küsst. Ein Hauch, ein leichtes Flüstern, es löst in mir ein wahres Feuerwerk an Emotionen aus. In meinen Gedanken ist er mir nah, so nah und doch so fern. Ich sehne mich nach seiner Nähe, sehne mich nach den Momenten in denen wir schweigend nebeneinander liegen und kein Wort gesprochen werden muss, denn wir wissen, was der andere empfindet. 

 

Schließe ich die Augen, höre ich seinen Herzschlag. Ein gleichmäßiger, beruhigender Takt, der mir das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Vollkommenheit vermittelt. Treffen sich unsere Blicke, macht sein Herz einen kleinen Sprung, genauso wie meines. Unsere Herzen bilden eine Harmonie, schlagen im gleichen Rhythmus, spielen eine Melodie die schöner nicht sein könnte. Der Gleichklang der Herzen, die Eintracht zweier Seelen und Symbiose zweier Menschen. Kein Gedanke an eine Trennung, ein Augenblick von vielen an denen die Welt stehen zu bleiben scheint. Der Lärm der Straßen zieht an uns vorbei, sehen wir uns in die Augen. Unsere Ohren werden taub außer für den Klang seiner Stimme. Wie sanfte Wellen trägt sie uns davon, führt uns auf neue Wege, Wege, die wir uns allein nie zu gehen getraut hätten.

 

Mit ihm an unserer Seite vergessen wir Raum und Zeit, vergessen die Sorgen und Ängste, die nur all zu oft unser Leben bestimmten und doch, wir lassen ihn ziehen. Geblendet von etwas Unbekannten, dass uns Trugbilder zeigt und unseren Geist benebelt. Es sind die Worte, die es spricht, sind die Bilder, welche es malt und die Geschichten, welche nach dem Happy End ein perfektes Leben versprechen.Wir kommen ab vom rechten Weg, verlieren die Orientierung und merken erst viel zu spät, das wir der Versuchung erlegen sind. Eva glaubte der Schlange und aß den Apfel, woraufhin sie das Paradies verlassen musste. Wieder und wieder begehen Menschen diesen Fehler, haben nicht daraus gelernt und verlieren so den Platz im Paradies. 


Ich schließe die Augen, doch verschließe sie nicht vor dir...du begleitest mich in meinen Träumen, bist Teil meiner Sehnsüchte...bist noch immer ein Teil von mir.


20.11.12 00:09


Wenn aus einem Wir ein Ich wird....

Manchmal trifft es uns wie ein Blitzschlag und ein anderes Mal gleicht es einem Prozess, der sich über Wochen und Monate hinziehen kann. Eine Trennung ist immer ein harter Schlag, doch wenn man beschlossen hatte, aus einem „Ich“ künftig ein „Wir“ zu machen und alles zu teilen, kann sich der Prozess des „Ent- Wir(r)ens“ zusätzlich in die Länge ziehen. Einst hatte man all sein Hab & Gut zusammen geworfen, mit dem sicheren Gefühl das Richtige zu tun. Immerhin waren die Gründe für das Zusammenziehen vielseitig. Beim Pendeln zwischen den Wohnungen A & B angefangen, über die Kosten bis hin zum Wichtigsten der Gründe: die Gewissheit den passenden Deckel zu unserem Topf gefunden zu haben. Schließlich haben wir auch lange genug gedacht, wir seien ein Wok und bis wir den passenden Deckel gefunden hatten, haben wir versucht mit ein wenig Klarsichtfolie denselben Effekt zu erreichen.

All diese Gründe erschienen uns plausibel und da war ja auch noch die Liebe. Sie allein sollte Grund genug sein, sein eigenes kleines Reich aufzugeben, um sich dann ein neues, gemeinsames Nest aufzubauen. Es ist ein Suchen und Finden, die Suche nach dem neuen zu Hause und das Finden eines neuen Lebensgefühls, des „Wir“- Gefühls. Auch andere Paare kennen dieses Gefühl aber nicht in dieser starken Form, welche nur noch durch ein „Ja- Wort“ zu steigern ist. Vom Einzelkämpfer ist man zu einem Team geworden, dass jeden jeden noch so starken Gegner bezwingen kann oder vielmehr… könnte. Wenn es denn wollte und das „Wir“ nicht nur die einfachste Art ist, auszudrücken, in welcher Phase sich die Beziehung gerade befindet.

Darf man in einem „WIR“ auch noch ein „Ich“ sein oder ist dafür in der, bis ins kleinste Detail, durchgestylten 2-Zimmer-Wohnung einfach kein Platz mehr? Was wenn die ursprüngliche Freiheit einem immerwährenden Zusammensein weichen muss, in dem kein Raum mehr für eine freie Entfaltung bleibt? Bleibt dann nur die Flucht nach vorn? Heraus aus dem goldenen Käfig, den wir uns einst voller Freude selbst gebaut haben?

Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich auf den Moment freute, wenn der Schlüssel leise im Schloss klickt und uns eine, uns wohlbekannte Stimme, willkommen heißt. Das Schönste am Tag, war der Augenblick, in dem man sich das erste Mal wirklich in die Augen schauen und die Gegenwart des anderen genießen konnte. Heute fährt man eine extra Runde um den Block, angeblich auf der Suche nach einem geeigneten Parkplatz oder man vertrödelt seine Bahn, um lediglich weitere fünf Minuten für sich selbst zu gewinnen.

Die Einen nennen es Alltag, die Anderen den Anfang vom Ende. Wenn das „Wir“ urplötzlich zerfällt, weil keiner der Beiden mehr auf sein eigenes Leben verzichten will, dann ist es an der Zeit flügge zu werden und das Nest zu verlassen. So schwer es auch sein mag, aber wenn das nach Hause kommen zu einer Qual und das Zusammenleben zu einem Tanz wird, bei dem jeder versucht, dem anderen nicht auf die Füße zu treten, ist es zu spät. Natürlich kann man versuchen, zu retten, was noch zu retten ist, doch für wie lang? Wie lang können wir den Zustand der Waffenruhe aufrechterhalten, ohne dabei völlig den Verstand zu verlieren und zu vergessen, warum man eigentlich an dem Punkt war, sich zu lösen? Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier und wenn uns keiner in die richtige Richtung schubst, würden wir uns wohl nie zu einem solch großen Schritt überwinden können. Allerdings….wenn aus einem „Wir“ wieder ein „Ich“ werden kann….kann auch jederzeit aus jedem „Ich“ ein neues „Wir“ entstehen.

21.10.11 23:34


Vom Suchen und Finden, vom Kommen und Gehen - von Gefühlen!

Ein Freund von mir sagte kürzlich etwas, dass mich ins Grübeln brachte und was mir nun nicht mehr aus dem Kopf geht:

"Für seine Gefühle kann man nichts, aber das geht vorbei, mit der Zeit vergehen sie."

Ist das so? Sind wir beim Verlieben zwar stets wählerisch und verschenken unser Herz nicht an jeden oder jede x-beliebige, aber unerwiderte Gefühle versuchen wir so schnell es geht abzuschütteln, wie ein ekelhaftes Getier? Kann man es so pauschalisieren? Was kommt, das geht auch wieder und hoffentlich verschwindet es besonders schnell, wenn wir nichts mehr damit anzufangen wissen. Wer sich verlieben kann, kann sich auch wieder „Ent“- Lieben, wenn er nur genug Geduld mitbringt. Die Frage ist nun, spricht das gegen den Fühlenden oder das Gefühl an sich?

Wann haben wir eigentlich eine solche Gleichgültigkeit gegenüber unseren eigenen Gefühlen entwickelt? Warum scheinen wir bereits in den schönsten Dingen eine bloße Willkür zu sehen? Früher hatten wir Schmetterlinge im Bauch, heute sprechen wir von einem Unwohlsein in der Magengegend. Die rosa-rota Brille, in ihren besten Zeiten stets hervor geholt und geputzt, um einen guten Ausblick zu haben, liegt heute verstaubt in einer der untersten Schubladen unseres Herzens.
Wir stehen stumm da und staunen, wenn andere Menschen sich trauen, offen und ehrlich zu ihren Gefühlen zu stehen und dabei sollte es für uns doch das natürlichste der Welt sein. Wir Menschen unterscheiden zwischen den verschiedensten Gefühlen, von Freude über Trauer weiter zur Wut bis hin zur unbändigen, überschwänglichen Liebe. Was wären wir ohne Liebe? Was würde unser Leben sonst so besonders machen, wenn nicht das Erfinden gemeinsamer Träume, das Teilen der sehnlichsten Wünsche und die wohlige Sicherheit, die jede Faser unserer Körpers zu durchströmen scheint, wenn wir den perfekten Partner gefunden haben.

„Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon.“
Theodor Fontane (1819 - 1898), deutscher Dichter

Nun sollte man meinen, stimme wohl auch das Sprichwort, die Zeit heile alle Wunden, aber wie viel Zeit braucht ein geschundenes Herz, um neuen Lebensmut zu schöpfen?
Wie oft erinnern wir uns auch nach einer Trennung an die schönen Zeiten und haben keinen sehnlicheren Wunsch, als das Vergangene wieder zu unserer Gegenwart werden zu lassen. Aber sollte man während der Zeiten, in denen man vielleicht keinen Partner an seiner Seite hat, der schützend die Hand über einen hält, gleich den Glauben an die Liebe verlieren? Wegen jedem Tiefschlag den Kopf in den Sand zu stecken und vor jeder noch so kleinen Schlacht die Waffen niederzulegen, einfach zu kapitulieren, das sollte nicht das Mittel der Wahl sein.

„Liebesfreuden dauern nur einen Augenblick,
Liebeskummer das ganze Leben.“
Jean-Pierre Claris de Florian

Vielleicht will man seine Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen aber auch nicht so einfach ziehen lassen. In dem Glauben, solange man nur fest genug zu packt, könne einem nichts davon entwischen, klammern wir uns an jeden, noch so kleinen Strohalm. Haben wir sie aber erstmal verloren, bereuen und trauern wir, doch bereuen wir nicht die eigenen Fehler sondern bemitleiden uns stattdessen selbst. Egoistisch schauen wir nur vorwärts und nicht zurück, womöglich könnten wir sonst aus den begangenen Fehlern lernen. Doch der Blick geht stur geradeaus, Schritt für Schritt gehen wir in eine neue Zukunft? In eine bessere? Nun ja, zumindest in eine andere!
Für eine bessere Zukunft bedeutet es wohl, sich die guten Dinge des Lebens zu bewahren und sich ihnen erst wieder vollkommen bewusst zu werden. Konnte man nicht auch allein glücklich und kann ein Ende nicht auch ein Neuanfang sein? Die Chance etwas zu verändern, zu bewegen und wieder selbst in die Hand zu nehmen. Wie oft lassen wir andere das Steuer in unserem Leben übernehmen, geben ihnen eine Macht über uns, die wir oft nicht einmal uns selbst zusprechen wollen. Wir stellen viele Dinge, zu leicht und zu oft in Frage, statt einfach glücklich zu sein und auch eine Trennung, so hart sie sein kann, als die große Chance unseres Lebens zu sehen. Und selbst wenn sich unsere größten Wünsche nicht erfüllen sollen, so hält das Leben doch auf viele kleine Kostbarkeiten für uns bereit.

„Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite,
als Du sie bisher gesehen hast, denn das heißt,
ein neues Leben beginnen.“
Marc Aurel, römischer Kaiser

Wir werden Gleichgültig, weil wir uns fürchten. Die Furcht vor dem Schmerz, vor dem Allein aber auch vor dem Mensch sein. Dabei vergessen wir aber, wie wundervoll Gefühle eigentlich sein können. Sie kommen und gehen nicht einfach und sie ändern sich auch nicht so schnell wie das Wetter. Auch die schweren Zeiten in unserem Leben, haben einen Sinn und auch wenn er zunächst nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, so gibt er sich früher oder später doch zu erkennen.
Wir fürchten den Schmerz, doch hin und wieder müssen auch wir uns noch die Knie aufschürfen, denn es sind die Narben, die unser Leben interessant machen. Und auch der Schmerz hat sein Gutes, er zeigt uns, dass wir noch Leben und Fühlen!
19.10.11 22:45


All die Dinge.....

…die ich nicht sagen kann.

 

Es gibt so viele Dinge, die auszusprechen ich einfach nicht wage. Nicht weil sie vielleicht zu persönlich sind, sondern weil ich mich frage, ob es richtig ist überhaupt zu sprechen. Was sind die richtigen Worte, um jemanden zu fragen wie es ihm geht, wenn er eigentlich gar nicht gefragt werden will? Wie kann man jemanden sagen, dass man ihn vermisst, wenn das vielleicht die letzten Worte sind, die er hören möchte? Wie kann man ein „ich liebe dich“ über die Lippen bringen wenn man weiß, dass der Schmerz darüber, dass es nicht erwidert wird, einem das Herz aufs Neue zerreisen wird.

 

Die Angst vor dem unausgesprochenen ist die Schlimmste, die eigenen Wünsche und Hoffnungen hinten an zu stellen, um dem anderen nicht das Gefühl zu geben, ihn unter Druck zu setzen. Wir leiden heimlich, wir weinen wenn keiner es sieht und wir fragen uns eigentlich immer wieder, was wäre wenn. Stark zu sein, wenn einem immer wieder das Herz in der Brust zerspringt, schon alleine beim Namen des anderen, ist eine wahre Kunst. Das Verlangen wächst von Tag zu Tag, die Sehnsucht schnürt einem den Atem ab und alles was man tun kann, ist warten.

 

Es sind schon die kleinen Dinge, die einem immer wieder zeigen, wie sehr einem der Liebste fehlt. Man will ihn anrufen, wenn man etwas gesehen hat von dem man weiß, dass es ihm gefallen könnte oder einfach nur, um zu fragen: „Hallo Schatz, wie war dein Tag?“ Aber man ist zum Schweigen verdammt.

 

Bricht man dieses Schweigen, stellt sich wieder eine neue Frage: Wird er sich melden? Wird er dir zeigen, dass er dich nicht einfach aus seinem Leben gestrichen hat oder straft er dich mit Ignoranz, weil du es nicht geschafft hast, einfach unsichtbar zu bleiben?

 

Doch wir wollen nicht immer stumm mit ansehen müssen, wie das Leben, das wir uns erhofft und erträumt haben immer weiter an uns vorbei zieht. Wir wollen laut „Stopp“ rufen und wollen ihm nachlaufen, es festhalten, damit es uns nicht wieder entwischen kann.

 

Aber all die Dinge, die wir nicht sagen können, wie ein erstickter Schrei stecken sie tief in unserer Kehle und machen uns unfähig uns auszudrücken.

 

All die Dinge, die ich dir sagen will, sie klingen laut in meinem Kopf, sie stehen groß auf meinem Herzen aber sie bleiben stumm in meinem Mund.

22.9.10 17:34


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung