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Der "Morgen danach"

Nach einer Trennung gibt es viele „Morgen danach“ und mit jedem neuen Morgen kommt das Gefühl, an der neuen Situation zu wachsen und sich damit zu arrangieren. Kopf hoch, nach vorne schauen und sein eigenes Leben genießen, alles kluge Tipps, doch

 

Der erste Morgen jedoch, er ist der Tag an dem man am liebsten sterben möchte, die Decke über den Kopf ziehend, einfach vor sich hin heulend, im Bett liegend darauf warten, dass alles zu Ende ist. Es ist wie nach einer Nacht voller Alkohol und einem unnötigen Rausch, das Blut pulsiert in den Adern, das Herz schlägt in einem unregelmäßigen Rhythmus und die Augen sind von all den Tränen geschwollen und lassen sich nur mit allergrößter Mühe aufhalten. Aber wollen wir sie überhaupt öffnen, wollen wir nicht viel lieber in den süßen Schlaf zurück sinken, mit Träumen in denen all der Ärger, Schmerz und Trauer vergessen ist. Träume, die uns vorspielen glücklich zu sein oder besser gesagt, wie schön es war glücklich zu sein?

 

Der „Morgen danach“ scheint das Ende einer Ära einzuläuten und den Geschichtsschreibern das Signal zu geben, man müsse in der Geschichte unseres Lebens einen dicken schwarzen Strich ziehen, ganze Seiten streichen, um ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ein Kapitel, dass gar nicht fröhlich werden kann, denn ohne den Menschen an seiner Seite, der immer für die Pointen gesorgt hat, ist man auf einmal nur noch ein kleiner unbedeutender Nebendarsteller.

 

Man versucht sich aufzuraffen und vor die Tür zu gehen aber jeglicher Spaß bleibt einem verwehrt, weil alle Gedanken nur um ein Thema kreisen: Die Frage wie alles soweit kommen konnte. Wann hat man angefangen sich in der Dunkelheit zu verlieren und wann findet man endlich das rettende Licht, das einem den Weg leuchten kann. Wie ein Blinder irrt man umher, ruft nach dem anderen, der einem die helfende Hand reichen kann, doch alles was man hört ist das verzweifelte Echo der eigenen Stimme.

 

Der Kopf sagt ja und das Herz schreit laut seinen Namen. Auch wenn man weiß, dass die Entscheidung die man treffen musste, für den Verstand die einzig Wahre war, so kann man dem Herz nicht vorschreiben was es zu fühlen hat. Liebe folgt keiner Regel und das Herz sieht erst recht nicht ein, warum es sich an irgendwelche anderen Normen halten sollte, als an die Liebe selbst.

 

An jedem anderen Morgen wächst die Leere, die Leere die einen glauben lässt, man wäre nur noch das bleiche Abbild von jemand, den wir einmal kannten. Das Gefühl verschwindet und alles was bleibt, ist die bloße Hülle ohne Seele.

 

Manchmal brauchen wir den Schmerz, um zu merken, dass wir noch am Leben sind und auch wenn die Menschen glauben, es sei falsch in Erinnerungen zu schwelgen und die Qualen zu wiederholen, so ist es doch das einzige Gefühl zu dem wir wirklich fähig sind.

 

Der „Morgen danach“ ist auch nur einer von vielen, ein Tag voller Trauer und Leid doch er kann auch ein Neubeginn sein. Der Start in eine bessere Zeit und vielleicht auch die letzte Chance die Vergangenheit wieder in die Zukunft zu verwandeln.

15.9.10 13:15


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Die schönste Art "Ich liebe dich" zu sagen

Seit Menschengedenken schreiben wir die Dinge, die uns beschäftigen nieder. Ideen, die unsere Leben von Grund auf ändern sollten, erblickten oft in Form von Briefen das Licht der Welt. Doch heute, heute sind die häufigsten Briefe Rechnungen, nette Schreiben von Banken die einem einen Kredit andrehen wollen oder andere nichtssagende Worten lieblos auf ein DIN- genormtes Stück Papier geschrieben. Eines jedoch bekommen wir so gut wie nie - Liebesbriefe. Wann haben wir das letzte Mal einen dieser liebevoll gestalteten, leicht parfümierten Briefe bekommen, deren eigentliche Aussage einzig und allein "Ich liebe dich" sein sollte? Wann haben wir selber den Stift zur Hand genommen, die Augen geschlossen und die Worte niedergeschrieben, die dem anderen das Gefühl geben sollen, dem Schreibenden ganz nah zu sein?

Die schönsten Briefe sind jene, die nie geschrieben wurden. Die Worte befinden sich auf den Seiten unseres Herzens und allein der bloße Versuch sie auf Papier zu bringen würde sie ihrer Schönheit und Einzigartigkeit berauben. Briefe die geschrieben werden um nie das Auge eines Lesers zu erblicken beinhalten oft die Wahrheiten, die wir zu feige sind auszusprechen. Marie Antoinette schrieb dem einzigen Mann, den sie in ihrem Leben wirklich geliebt hat, all die Dinge, die laut auszusprechen sie nie gewagt hätte. Die letzten Augenblicke ihres Lebens galten dem Gedanken ihrem Liebsten noch ein letztes Mal ihre Liebe zu gestehen.

 

"Kann unsre Liebe anders bestehn als durch Aufopferungen, durch nicht alles verlangen, kannst du es ändern, daß du nicht ganz mein, ich nicht ganz dein bin - Ach Gott blick in die schöne Natur und beruhige dein Gemüth über das müßende - die Liebe fordert alles und gantz mit recht, so ist es mir mit dir, dir mit mir - nur vergißt du so leicht, daß ich für mich und für dich leben muß, wären wir gantz vereinigt, du würdest dieses schmerzliche eben so wenig als ich empfinden -" ( Ludwig van Beethoven )

 

Wenn wir schreiben öffnen wir unsere Seele und lassen zu, das andere einen Blick hinein werfen können. Dabei nehmen wir auch in Kauf durch unsere eigenen Gedanken verletzt zu werden, denn wir geben den Menschen, die Einblick in unser Innerstes haben, eine mächtige Waffe in die Hand. Wer sich traut sich nicht vor der Welt zu verschließen, muss trotz alle dem damit rechnen, dass der Rest der Welt einem die Tür vor der Nase zuschlägt. Deswegen schreiben wir. Wort für Wort teilen wir mit einem stummen Blatt Papier unsere Sorgen, Ängste, Hoffnungen, unser Glück. Und egal was wir ihm anvertrauen, es bleibt stumm. Es urteilt nicht über uns, kann unsere Tränen nicht trocknen aber es kann uns auch nicht verletzen. Wir können sein wer wir sind...die liebende Frau, der geliebte Partner, eine verletzte Seele an einem Punkt wo wir nicht weiter wissen.

 

"O dass Du immer fühlen könntest, wie viel Du mir gibst! Ich kann dies so wenig sagen, denn meine Gefühle sind so still; ich denke oft, wie viel ich Dir zu sagen hätte, Dich zu fragen, und ich sage doch so wenig, aber ich lebte immer so einsam; was ich dachte, teilte ich nur mit aus Furchtsamkeit, und daher wird es mir oft schwer, über die Dinge zu sprechen; es wird sich aber geben, der längere Umgang mit Dir wird mir mehr Selbstvertrauen geben."(Charlotte von Lengefeld an Friedrich Schiller )

 

Wer von uns kann sich denn noch an seinen ersten Liebesbrief erinnern? Meiner war von einem Junge aus dem Ferienlager, der einige Zeit schüchtern vor meiner Tür stand und wahrscheinlich gehofft hat, es würde ihn keiner dabei sehen, wie er ihn in den Briefkasten wirft. Umso überraschter war er, als mein Vater vor ihm stand und ihn fragte, was er denn von seiner Tochter wolle und was er zu bieten hat. Ich war damals vielleicht acht Jahre alt und in dem Alter weiß man zunächst nicht wie man damit umgehen soll. Es ist einem vielmehr peinlich, als das man sich geehrt fühlt aber wenn ich daran zurück denke, habe ich immer ein Lächeln auf den Lippen.

Liebesbriefe, sie sind die stummen Mitwisser einer geheimen Liebe, können der Beginn einer wunderbaren Beziehung sein aber vor allem sind sie eines: Einzigartig und der schönste Weg zu sagen „Ich liebe dich“

2.9.10 18:46


"Die Kopf in den Sand" -Theorie

Erst wenn man die Felle davon schwimmen sieht, merkt man eigentlich wie blind man all die Zeit war. Irgendwie wollte man es nicht wahr haben, man wollt nicht daran glauben, dass man die Schuld an all den Problemen trägt, die im Laufe der Zeit zu einer gewaltigen Belastung geworden sind. Erst wenn es zu spät ist, wacht man auf und stellt fest, dass es nicht nur fünf vor zwölf sondern viel mehr zehn Minuten nach ist. Dann wird einem schmerzlich bewusst, das man gerade dabei ist den Menschen, den man so sehr liebt zu verlieren. Man fragt sich immer wieder, wie es denn soweit kommen konnte und warum nicht schon eher festgestellt hat, das man die Notbremse ziehen muss bevor man ungebremst gegen den nächsten Baum fährt. Worte können nicht mehr ändern, was man all die Zeit falsch gemacht hat und man muss sich langsam aber sicher an den Gedanken gewöhnen, bald ohne den Mann an seiner Seite weiterleben zu müssen. Warten, warten und nochmal warten- warten darauf, dass er die Entscheidung über die gemeinsame Zukunft gefällt hat und lernen mit jeder Art Ergebniss irgendwie umgehen zu können.

Man will es nicht wahrhaben, die Bilder um einen herum sprechen eine ganz andere Sprache, Bilder von Zeiten in denen eine Trennung, sei es auch nur auf Zeit unvorstellbar war. Zeiten in denen jeder Moment zu zweit die Erfüllung aller Träume war und nun? Der Traum verblasst sobald er erfüllt wurde und am Ende bleibt nichts als der Luftleere Raum um einen herum, der einen wie ein Vakuum einzusaugen scheint...in das schwarze Loch unseres Herzens. Man will alles ändern, man will an sich arbeiten und die Fehler, die einen erst soweit brachten mit allen Mitteln beseitigen, nur eines möchte man nicht- aufgeben!
"Du musst auf die Matratzen gehen" sagt der Pate und in diesem Falle muss man alles dafür geben, die guten Zeiten die noch immer einen Platz in unserem Herzen haben sollten, wieder hervor zu holen und für uns Kämpfen zu lassen. Und wenn man jeden Kampf dieser Welt auf sich nehmen muss, um am Ende als Sieger heraus zu gehen kann die Devise nur heißen "Nur nicht aufgeben"

Diese Stille, die Einsamkeit die einen umfängt und es ist nicht der alltägliche Wahnsinn der uns plagt, sondern die Angst, dass dieser Zustand bald zur Normalität werden kann. Die Angst davor, das einen niemand mehr lächelnd in den Arm nimmt und fragt: "Wie war dein Tag mein Schatz?" Kann man all die schönen Dinge vergessen? Was wiegt mehr? Das Gefühl in seinem Partner, den Menschen gefunden zu haben mit dem man das Ende der Welt erleben will, mit dem man die schönste Zeit seines Lebens verbracht oder die Fehler die man gemacht hat?

Es heißt immer Einsicht ist der erste Weg zur Besserung und die erste Kraftprobe die man überstehen muss, ist die Zeit zu ertragen, die man auf ein Zeichen warten muss. Jede Sekunde, ein Teil jeder Minute, die wiederum Bestandteil einer jeder schmerzlichen Stunde ist, eine Stunde die man darauf wartet endlich die erlösende Nachricht zu erhalten, dass die Liebe und der Glaube an das WIR stärker ist, als alle Bedenken die zwischen einem stehen. Doch wenn das WIR in sich zusammenbricht wie ein Kartenhaus, was wenn das WIR lange Zeit nur eine Illusion war, nur eine Frage der Zeit bis man sie nicht mehr aufrecht erhalten kann? Was wenn es nie wieder ein WIR geben wird?? Ist die Einsicht wirklich das Allheilmittel, dass uns davor bewahrt überhaupt an den Punkt kommen zu müssen, an dem wir gerade sind? Doch wo ist die Einsicht, wenn man sie wirklich braucht? Warum kommt sie immer erst dann um die Ecke, wenn es eigentlich zu spät ist, wenn alle Hoffnung mehr Balast als Stütze ist? Dann lacht uns die Einsicht ins Gesicht, voller Schadenfreude steht sie da und fragt dich, ob du es denn nicht auch selber besser gewusst hättest, nun musst du mit den Konsequenzen leben.

Lacht man zurück? Zeigt man ihr, dass man stark genug ist einen eigenen Weg zu finden? Einen Weg der uns hilft wieder zu dem zu werden was man einmal war? Oder steckt man den Kopf in den Sand und wartet bis sich der Sturm in den Herzen gelegt hat und es ungefährlich ist, sich wieder frei zu bewegen? Seit wann ist denn bitteschön der Kopf im Sand eine akzeptable Lösung? Denn wer diesen Weg geht, der hat schon verloren und brauch nicht auf den Sonnenschein warten...sondern kann nur noch darauf hoffen, vom Blitz getroffen zu werden.

Während an einem Ort eine frische Liebe, gedeiht und heranwächst wie ein junges Pflänzchen, stirbt irgendwo eine Andere einen langsamen und qualvollen Tod und nur mit einem kräftigen Atemzug kann man ihr soviel Leben einhauchen,wie sie benötigt um wieder die Augen aufzuschlagen und in eine positive Zukunft schauen zu können. .
1.9.10 21:29


"Durch Kilometer getrennt, im Herzen vereint"

Oft werde ich gefragt, warum ich mir das überhaupt antue, also Fernbeziehung und so, und ich muss zugeben, dass ich mir diese Frage auch hin und wieder selber stelle. Allerdings tue ich das nicht, weil ich an meiner Entscheidung zweifle, sondern um mir noch einmal all die Dinge vor Augen zu führen, die es möglich machen, diese Beziehung am Leben zu erhalten. Doch man darf sich das nun nicht wie einen alten Mann vorstellen, den man mit Müh’ und Not, an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, daran hindert seinen endgültig letzten Atemzug zu tun. Nein, vielmehr ist sie wie ein Neugeborenes, dass ständig die Zuwendung und Aufmerksamkeit seiner Eltern braucht, da es ohne diese verloren wäre. Sicher, wir sind noch junge Eltern und machen von daher auch den einen oder anderen Fehler, aber so lange diese nicht zu gravierend sind, können wir daraus nur lernen.

 

Einige Leute können nun meine, dass dieser Vergleich ein wenig übertrieben sei, doch warum?? Ist es nicht so, dass eine Beziehung egal ob sie in der Nähe oder Ferne geführt wird, viel von einem abverlangt? Sie ist nun mal kein Selbstläufer, auch nicht dann wenn alles gut funktioniert. Genau dieses „alles läuft super“, ist es, was am meisten Arbeit erfordert. Will man dass es vorwärts geht, muss man auch etwas dafür tun. Ein Marathonläufer schafft seine 42 km ja auch nicht aus dem Stehgreif.

 

Das Schwierigste an einer Fernebeziehung ist nicht die Entfernung, denn auch Paaren, die in ein der und derselben Stadt wohnen, kann es passieren, das sie sich auf Grund schlechter Arbeitszeiten wochenlang nicht sehen. Das Schlimmste ist die Sehnsucht, sie ist es, die uns das Warten unerträglich macht und uns das Gefühl gibt, dass Herz würde in der Brust zerspringen. Allerdings muss man auch zugeben, solange es noch schmerzt, ist es gut. Ein viel schlechteres Zeichen wäre es, wenn es uns alles egal wäre. Wenn wir vergessen wie schön es ist, mit dem Partner Zeit zu verbringen oder aufhören sich um den Anderen zu  Sorgen.

 

In meinem Fall habe ich schon vor Beginn meiner Beziehung die Entscheidung getroffen, meine Heimat zu verlassen und wegen des Studiums nach Österreich zu gehen. Das mag herzlos klingen, da ich die Chance auf eine „normale“ Beziehung hatte und ich mich dagegen entschieden habe, aber was wäre gewesen, wenn man nach sich nach drei Monaten nichts mehr zu sagen gehabt hätte? Ich will nicht sagen, dass ich mein Ziel dann wegen einer Liebelei aus den Augen verloren hätte, aber ich wäre auf keinen Fall glücklich gewesen. Oft lässt man sich blenden von der anfänglichen rosa-roten Welt und vergisst, was man wirklich will. Aber um Beides zu haben, den Traum und die Liebe muss man sich einfach ein wenig arrangieren.

 

Zunächst macht das Ganze überhaupt keinen Spaß und man kann auch nur schwerlich behaupten, dass es im Laufe der Zeit besser wird, aber zumindest kann man sich ein bisschen daran gewöhnen. Im Zeitalter der Technologie sollte es ein leichtes sein mit dem oder der Geliebten in Verbindung zu bleiben, doch neben den technischen Bedingungen spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle. Zwei unterschiedliche Tagesabläufe lassen sich nur schwer auf ein Gemeinsames timen. Zwei unterschiedliche Leben lassen sich oft nur schwer vereinen.

 

Doch nun zur Frage, warum das Ganze? Ganz einfach: Der Liebe wegen! Man kann tun was man will, in ein und derselben Wohnung leben und sich trotzdem unendlich auf den Geist gehen oder hunderte Kilometer voneinander entfernt leben und seine Beziehung trotzdem in vollen Zügen genießen. Und all das, nur weil man sich liebt, weil zwei Monate ohne den Partner für uns die reinsten Höllenqualen bedeuten und wir den Moment des Wiedersehens kaum erwarten können. Anders als manch andere Paare nutzen und erleben wir gemeinsame Augenblicke viel intensiver, da wir wissen dass uns nicht mehr viel Zeit bleibt, bis es wieder heißt „Abschied nehmen“.

 

Es hat sicher noch nie jemand behauptet, dass es einfach sei, aber es hat auch noch nie jemand behauptet, dass sich das Ganze nicht löhne. Doch genau das tut es, dass tut es jedes Mal wenn man sich nach langer Zeit zum ersten Mal in den Armen liegt und den Herzschlag des anderen an der eigenen Brust spürt. Es lohnt sich immer dann… wenn man spürt, dass man geliebt wird!!

 

3.5.09 09:53


Als wär jeden Tag ein Valentinstag

Während mir der Valentinstag im letzten Jahr äußerst zu wider war und ich vermutete meine Meinung über den verhassten Tag könne sich nie auch nur ein Stückweit wieder zum Guten wenden, scheint nun mit einer neuen Liebe alles anders! Natürlich nervt mich auch heute wieder zutiefst jene Romantik und Verliebtheit, die man sonst nur aus Liebsromanen kennt. Überall wird er angeprangert und heraufbeschworen, der eine Tag im Jahr, an dem man sich dazu verpflichtet fühlen muss dem Partner seine ehrliche und aus tiefstem Herzen empfundene Liebe zu bekunden.

 

Doch wie genau soll das aussehen?? Ist einer dieser Augenblicke in denen man sich, vom schützenden dunkel Nacht umhüllt, aufmachen und groß an eine Häuserwand sein Liebesgeständnis sprühen sollte? Ach, wie wunderbar kitschig und romantisch diese Vorstellung doch ist…aber wagen wir den Blick vorbei an rosa-roten Herzchen-Wolken, sieht die Realität wieder erschreckend anders aus: Der Liebste hetzt von Geschäft zu Geschäft, um der Frau seines Herzens ein, auf keinen Fall, zu willkürliches Geschenk präsentieren zu können, während diese, tief in ihre Gedanken versunken, von einem mit Rosen ausgelegten Bad und einer Flasche Champagner, für das extra Kribbeln, träumt. Die Regale der Geschäfte dagegen sind gesäumt mit Plüschherzen, besonderen Valentins- Schnäppchen und jeglicher Art von anderem Plunder, den Frau eh nicht braucht und eigentlich nur verabscheut. Es ist eben der Tag der Liebe.

 

Ja, dieses Jahr ist alles anders! Wo sich im vergangen Jahr statt eines vor Vorfreude wild klopfenden Herzens, ein gewaltiger Scherbenhaufen befand, erstrahlt nun ein vor Liebe rotglühendes Herz, das liebt... und geliebt wird. Dieses Herz braucht keinen extra Tag im Jahr um daran erinnert zu werden, was wirklich für es zählt. Sollten wir uns nicht alle bewusst sein, was wir an unserem Partner haben, ungeachtet aller Valentinspropaganda? Brauchen wir wirklich einen Tag, der uns dazu verpflichtet einmal wieder die guten Dinge in unserer Beziehung zu sehen und zu sagen "Ich liebe dich"? Sollten wir nicht viel mehr wieder beginnen die kleinen Dinge schätzen zu lernen und sollte ein Geschenk wirklich der einzig wahre Ausdruck unserer Gefühle sein? Was will man dem Partner sagen, wenn man ihm eine, in Hektik ausgewählte Karte und einen Allerwelts-Strauss einer großen Blumenkette zukommen lässt? Vielleicht sollte dann aber auch in eben dieser Karte stehen: " Tut mir leid Schatz, das ich mir nicht mehr Gedanken gemacht habe und das du nun den Eindruck hast, für mich nicht mehr wert zu sein, als die 2, 55 € die ich für die Karte bezahlt habe! Frohen Valentinstag...dein...."

Ist manchen Männern schon mal in den Sinn gekommen, dass man gerade als Frau ein bisschen mehr wie das erwartet?? Man soll nun nicht wieder meinen, wir erwarten Wunder, nein, wo Männer offensichtlich nicht über ein Geschenke-Gen verfügen. Normalerweise glauben wir, das kaum einem Mann schon beim kleinsten Gedanken an die Liebste tausend Dinge einfallen, die ihr Herz höher schlagen lassen könnte, aber genauso wenig wie wir das von IHM erwarten, hoffen wir auf eine Kopie des Hope-Diamanten der von diesem Tag an unsere Hand zieren soll. Wir möchten einfach nur, das er uns ab und an, ganz von sich aus mal den Vorschlag macht, sich zu Hause gemütlich auf dem Sofa einen Liebesfilm anzuschauen...oder einfach mal kuschelnd durch den Park zu spazieren.

Mal unter uns…der Valentinstag,.. so schön er sein kann...so sehr könnte man ihn aber auch verteufeln! Wie jede andere Frau liebe auch ich den Gedanken an diesem Tag mal wieder an erster Stelle bei meinem Liebsten zu stehen, wenn ich merke, dass er mir wie selbstverständlich jede Tür aufhält oder mir den Stuhl zurecht rückt. Ja, auch ich bin eine Kitsch-Tante, die herzförmige Lollis kauft und ihn mit einer selbstgebastelten Karte überrascht, aber ich steh dazu! Doch noch viel mehr stehe ich zu meinem Freund, einem wunderbaren Menschen,der mir jeden Tag aufs Neue das Gefühl gibt etwas Besonderes zu sein....es scheint also als wäre ein jeder Tag ein Valentinstag...und wer den richtigen Mann gefunden hat, weiß wovon ich spreche

2.5.09 22:02


Lass uns einfach Freunde bleiben....

Eine unerwiderte Liebe kann in uns das Gefühl eines gewaltigen Verlusts auslösen, obwohl wir eigentlich gar nichts verloren haben- bis auf den Teil unserer Seele, der in eben dieser Liebe steckt. Auch wenn nie etwas körperliches zwischen diesen beiden Menschen gewesen ist, so verbindet sie geistig dafür oft um so mehr. Es sind die Abende, die man zusammen auf dem Sofa saß, sich bei einem Gläschen Wein stundenlang unterhalten hat. Es sind die Telefonate, die man nur ungern beendet hat, einfach um die Stimme des anderen zu hören und deren Klang noch eine Ewigkeit im Kopf nachhallt. Zusammen sind wir der Tristesse des Alltags entflohen, haben jegliches Gefühl für Zeit und Raum verloren und sind in unseren Träumen mehrmals ans Ende der Welt gereist.....

Oft sind diese Lieben geheim und funktionieren nur als solche, denn kaum spricht man aus, was man wirklich fühlt, scheint die Welt, so wie wir sie kennen und schätzen, für einen Augenblick still zu stehen....um sich kurze Zeit später in einem ungleichmäßigen Rhythmus weiter zu drehen. Wie ein Damokles Schwert schweben die unausgesprochenen Worte zwischen uns, immer mit der Angst auf einmal auf uns hinab zu sausen und die unbehagliche Stille zu zerschneiden. Nichts erwartet man sehnlicher, als das uns der oder die Geliebte mit einem funkeln in den Augen und einem verlegenen Lächeln, ebenso seine Liebe offenbart. So wäre es doch aber eher ein Happy End, würde dies passieren, viel mehr greift eine kalte Hand nach unserem Herzen und uns stockt der Atem, bei den Worten: "Lass uns einfach Freunde bleiben..."

Einfach Freunde bleiben? Wie soll das funktionieren? Soll man seine Gefühle verleugnen, dem anderen ins Gesicht sehen und dabei die aufsteigene Euphorie unterdrücken, die unseren Körper durchflutet, wenn man zusammen ist? Und wie geht der andere am Ende damit um? Einfach vergessen, das wir ihm gerade unsere glühende Liebe gestanden haben? Unwirklich erscheint uns der Moment, an dem man sich trennen muss...der Moment der das Ende des letzen gemeinsamen Abends einläutet...ein Abend der, der letze sein wird, an dem alles so zu scheint, als wären die Worte "Lass uns Freunde bleiben" nie gefallen. Wir haben Angst vor Zurückweisung und wollen nicht,das man sich so trennt..mit der Gewissehit, das es nie wieder so sein wird...wie es bisher war! Das Ende der Welt scheint weit entfernt und auch der Alltag holt uns schneller wieder ein, als man sich je vorzustellen gewagt hat.

Keiner will, das sich etwas ändert, doch es passiert schon fast von allein..! Wir ziehen uns in unser Schneckenhaus zurück, da wir uns nur noch dort sicher fühlen und ob wir wollen oder nicht, sehen wir in der potentiellen Liebschaft unweigerlich ein großes Kind, das nur darauf wartet auf uns und unseren Gefühlen herum zu trampeln" Und so sehr wir uns auch wünschen die unzähligen Abend auf dem Sofa oder die tiefgründigen Gespräche würden nie enden, geschweige denn ausbleiben, so sehr distanziert sich auch unsere Liebe von uns....um uns zu schützen. Doch wollen wir geschont werden? Machen wir denn den Eindruck als könnten wir nicht mit dieser neuen, wenn auch unheimlich schweren Herausforderung umgehen..diese sogar erfolgreich bewältigen? Sollten wir nicht alles dafür tun den Status Quo von "vor der Liebeserklärung" zu erhalten, auch wenn wir uns unweigerlich weiter in unserem Gefühlschaos verstricken? So hart es klingen mag, doch was hat man davon? Was gesagt ist, ist gesagt, auch wenn der Verlust ein gewaltiges Loch in unsere Brust zu reißen scheint.

Versetzen wir uns einmal in die Lage unseres Schwarms, scheint die Lage genauso verzwickt, ....immerhin sind wir die Person, die all ihre Geheimnisse kennt..derjenige der immer da war, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Wir waren bester Freund, Kummerkasten, Shoppingpartner und einfach Mädchen für alles.

Aber was sind oder werden wir nun? Haben wir alles verloren...haben wir es gar zerstört oder gibt es hier auch ein Wundermittel? Wohl weniger, denn wie jede andere zerplatzte Traumblase, lässt auch diese sich unmöglich reparieren, aber Träume wären keine Träume, wenn man sie nicht immer wieder von Neuem haben könnte, nicht wahr?

28.1.09 02:13


"Warum ist jede Stadt ein bisschen wie daheim..."

Wenn wir uns einem Ort besonders wohl fühlen, dann scheint die Zeit an eben diesem nur so an uns vorbei zu rasen. Wir stehen auf um gleich wieder ins Bett zu gehen, zumindest kommt es uns so vor, wir nehmen kaum war was der Tag mit sich bringt. Die Zeit rinnt in ihrer Sanduhr vor sich hin und in der Dauer eines Augenblickes, muss man das Glas auch schon wieder drehen.

Das zunächt ungeliebte Zimmer wird unser Reich, unser Platz den wir so gestaltet haben, das er unsere Persönlichkeit wieder spiegelt. Öffnen wir nach einem harten Arbeitstag die Tür, fühlen wir wie neue Energie unseren Geist und Körper durchflutet. Wie oft haben wir aus diesem kleinen Raum zu flüchten versucht, hinaus in die Sonne und durch das von den Bäumen fallende Herbstlaub wandernd, ja sogar Schnee und Eis trotzend! Und nun? Der Abschied ist nah und erst jetzt wird uns bewusst, was wir eigentlich zurücklassen.

Unser Blick schweift über die Wände, die ein Jahr unser zu Hause waren. WIr haben sie mit Postern geschmückt und an den Pinnwänden befindet sich ein wahres Sammelsurium an Erinnerungen! Bunt gemischt die Karten der Daheimgebliebenen mit den Fotos, Zettel und Kleinigkeiten des letzen Jahres. Der Nachttisch gleicht einem Altar für all jene, die man in der Ferne so schmerzlich vermisst..Freunde, Familie- hunderte Kilometer entfernt, doch im Herzen stets nah.

Freunde kamen und gingen, einige, die uns besonders lieb was verschwanden ohne ein Wort des Abschieds aus unserem Leben und andere, derer man sich früher nie wirklich bewusst war, traten mehr und mehr in den Vordergrund.

Die guten alten Zeiten, so wir sie kannten und liebten..es gibt sie nicht mehr! Veränderung hat in unserem Leben Einzug gehalten. Wir haben gelacht, geliebt, geweint, geschrien, gehasst, verziehn und all das hat uns gestärkt. Verluste mussten wir genauso hinnehmen und akzeptiern lernen, wie wir uns über unsere Gewinne und Erfolge haben freuen dürfen. Doch keinen Augenblick haben wir unsere Entscheidung bereut, ja, wir würden es sogar jederzeit wieder tun, wenn wir die Chance dazu hätten.

Doch warum fällt gerader dieser Abschied so schwer, wo es doch so einfach war die Heimat zu verlassen... alles hinter sich zu lassen, was wir hatten. Ist es gerade das? Haben wir denn noch etwas, das uns in die alte Heimat zurückzieht? Sind es allein die Liebsten die daheim warten, die es uns doch ein wenig erleichtern nach Hause zurück zu kehren, oder ist es alles andere nur nicht das??? Ist es einfach? Wollen wir es vielleicht auch nicht anders haben? Hätten wir auch einen anderen Weg gehen können, indem wir uns ganz allein auf uns konzentriert und die Dinge um uns herum einfach vergessen hätten? Doch auch wenn es nicht mehr unser ZU HAUSE ist, so ist es doch weiterhin unsere Heimat, der Ort an den es uns immer wieder zurückziehen wird allein schion aus dem Grund, weil viele Dinge, die hier passiert sind uns genau zu dem Menschen gemacht haben, der wir heute sind. Hier haben wir uns die Knie aufgeschürft, unseren ersten wirklich heftigen Rausch gehabt und auch die erste große Liebe gefunden haben. Was daraus dann geworden ist, sind zwei paar Schuhe, doch wichtig ist...wir haben es alles hier erlebt. Sicher, in unserem neuen zu Hause gibt es viele Sachen zu entdecken, Sachen die uns zu Beginn sehr unwiklich erschienen und mit denen wir erstmal umzugehen lernen mussten, doch wir haben es geschafft und jeder neue Tag bringt eine neue Herausforderung. Jeden Tag haben wir die Chance erneut über uns hinaus zu wachsen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen, indem wir sie einfach ÖFFNEN und unseren Blick wandern lassen..die Starre weicht aus unserem Blick und es erschließt sich, vielleicht nicht die rosarote Märchenwelt, aber zumindest, das Traumschloss.

Beim Blick aus dem Fenster rasen die Gedanken nur so durch unseren Kopf, sie lassen sich nur schwer fangen und vereinen zu einem großen Ganzen..unmöglich! Sie spielen uns Streiche, in der Scheibe sehen wir die Gesichter der Menschen, die wir sehnsüchtig vermissen..eine Art Fata Morgana die sich 24 Stunden täglich 7 Tage die Woche durch unser Leben zu ziehen scheint. Fast verlernen wir Traum und Realität auseinander zu halten..zusehends verschwimmen die Grenzen und wir segeln davon..davon auf dem großen Schiff gebaut aus unseren Träumen!

Vielleicht sollte ich aufhören mir zu sehr den Kopf darüber zu zerbrechen, nun wo ich wieder in der Heimat bin..fühle ich mich doch noch wie ein Fremder, auch wenn der Alltag lagsam wieder nach mir greift..doch ich weiß das meine Zeit hier begrenzt ist und mein Herz schon längst für einen anderen Ort schlägt...ich habe mein Herz verloren, verloren an all die wunderbaren Leute die ich im Laufe des letzten Jahres getroffen habe..schließe ich die Augen sehe ich die Gesichter meiner Bewohner, meiner Kollegen...meiner Freunde! Und wenn es Zeit ist erneut Abschied zu nehmen..so weiß ich, das ich dies mit einem lachenden und weinenden Auge tun werde...doch vergessen werde ich sie nie...die Heimat die immer meine Heimat bleiben wird!

24.8.08 22:42


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