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"Warum ist jede Stadt ein bisschen wie daheim..."

Wenn wir uns einem Ort besonders wohl fühlen, dann scheint die Zeit an eben diesem nur so an uns vorbei zu rasen. Wir stehen auf um gleich wieder ins Bett zu gehen, zumindest kommt es uns so vor, wir nehmen kaum war was der Tag mit sich bringt. Die Zeit rinnt in ihrer Sanduhr vor sich hin und in der Dauer eines Augenblickes, muss man das Glas auch schon wieder drehen.

Das zunächt ungeliebte Zimmer wird unser Reich, unser Platz den wir so gestaltet haben, das er unsere Persönlichkeit wieder spiegelt. Öffnen wir nach einem harten Arbeitstag die Tür, fühlen wir wie neue Energie unseren Geist und Körper durchflutet. Wie oft haben wir aus diesem kleinen Raum zu flüchten versucht, hinaus in die Sonne und durch das von den Bäumen fallende Herbstlaub wandernd, ja sogar Schnee und Eis trotzend! Und nun? Der Abschied ist nah und erst jetzt wird uns bewusst, was wir eigentlich zurücklassen.

Unser Blick schweift über die Wände, die ein Jahr unser zu Hause waren. WIr haben sie mit Postern geschmückt und an den Pinnwänden befindet sich ein wahres Sammelsurium an Erinnerungen! Bunt gemischt die Karten der Daheimgebliebenen mit den Fotos, Zettel und Kleinigkeiten des letzen Jahres. Der Nachttisch gleicht einem Altar für all jene, die man in der Ferne so schmerzlich vermisst..Freunde, Familie- hunderte Kilometer entfernt, doch im Herzen stets nah.

Freunde kamen und gingen, einige, die uns besonders lieb was verschwanden ohne ein Wort des Abschieds aus unserem Leben und andere, derer man sich früher nie wirklich bewusst war, traten mehr und mehr in den Vordergrund.

Die guten alten Zeiten, so wir sie kannten und liebten..es gibt sie nicht mehr! Veränderung hat in unserem Leben Einzug gehalten. Wir haben gelacht, geliebt, geweint, geschrien, gehasst, verziehn und all das hat uns gestärkt. Verluste mussten wir genauso hinnehmen und akzeptiern lernen, wie wir uns über unsere Gewinne und Erfolge haben freuen dürfen. Doch keinen Augenblick haben wir unsere Entscheidung bereut, ja, wir würden es sogar jederzeit wieder tun, wenn wir die Chance dazu hätten.

Doch warum fällt gerader dieser Abschied so schwer, wo es doch so einfach war die Heimat zu verlassen... alles hinter sich zu lassen, was wir hatten. Ist es gerade das? Haben wir denn noch etwas, das uns in die alte Heimat zurückzieht? Sind es allein die Liebsten die daheim warten, die es uns doch ein wenig erleichtern nach Hause zurück zu kehren, oder ist es alles andere nur nicht das??? Ist es einfach? Wollen wir es vielleicht auch nicht anders haben? Hätten wir auch einen anderen Weg gehen können, indem wir uns ganz allein auf uns konzentriert und die Dinge um uns herum einfach vergessen hätten? Doch auch wenn es nicht mehr unser ZU HAUSE ist, so ist es doch weiterhin unsere Heimat, der Ort an den es uns immer wieder zurückziehen wird allein schion aus dem Grund, weil viele Dinge, die hier passiert sind uns genau zu dem Menschen gemacht haben, der wir heute sind. Hier haben wir uns die Knie aufgeschürft, unseren ersten wirklich heftigen Rausch gehabt und auch die erste große Liebe gefunden haben. Was daraus dann geworden ist, sind zwei paar Schuhe, doch wichtig ist...wir haben es alles hier erlebt. Sicher, in unserem neuen zu Hause gibt es viele Sachen zu entdecken, Sachen die uns zu Beginn sehr unwiklich erschienen und mit denen wir erstmal umzugehen lernen mussten, doch wir haben es geschafft und jeder neue Tag bringt eine neue Herausforderung. Jeden Tag haben wir die Chance erneut über uns hinaus zu wachsen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen, indem wir sie einfach ÖFFNEN und unseren Blick wandern lassen..die Starre weicht aus unserem Blick und es erschließt sich, vielleicht nicht die rosarote Märchenwelt, aber zumindest, das Traumschloss.

Beim Blick aus dem Fenster rasen die Gedanken nur so durch unseren Kopf, sie lassen sich nur schwer fangen und vereinen zu einem großen Ganzen..unmöglich! Sie spielen uns Streiche, in der Scheibe sehen wir die Gesichter der Menschen, die wir sehnsüchtig vermissen..eine Art Fata Morgana die sich 24 Stunden täglich 7 Tage die Woche durch unser Leben zu ziehen scheint. Fast verlernen wir Traum und Realität auseinander zu halten..zusehends verschwimmen die Grenzen und wir segeln davon..davon auf dem großen Schiff gebaut aus unseren Träumen!

Vielleicht sollte ich aufhören mir zu sehr den Kopf darüber zu zerbrechen, nun wo ich wieder in der Heimat bin..fühle ich mich doch noch wie ein Fremder, auch wenn der Alltag lagsam wieder nach mir greift..doch ich weiß das meine Zeit hier begrenzt ist und mein Herz schon längst für einen anderen Ort schlägt...ich habe mein Herz verloren, verloren an all die wunderbaren Leute die ich im Laufe des letzten Jahres getroffen habe..schließe ich die Augen sehe ich die Gesichter meiner Bewohner, meiner Kollegen...meiner Freunde! Und wenn es Zeit ist erneut Abschied zu nehmen..so weiß ich, das ich dies mit einem lachenden und weinenden Auge tun werde...doch vergessen werde ich sie nie...die Heimat die immer meine Heimat bleiben wird!

24.8.08 22:42
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Anna / Website (11.10.12 16:59)
Einen wunderbaren Gedankengang hast du da in Worte gefasst! Ich bin gerade seit fast zwei Monaten fuer ein Jahr in Bulgarien und schon jetzt kann ich vieles aus diesem Text gut nachvollziehen.
Liebe Gruesse von einer Dresdnerin in Sofia!

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