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"Durch Kilometer getrennt, im Herzen vereint"

Oft werde ich gefragt, warum ich mir das überhaupt antue, also Fernbeziehung und so, und ich muss zugeben, dass ich mir diese Frage auch hin und wieder selber stelle. Allerdings tue ich das nicht, weil ich an meiner Entscheidung zweifle, sondern um mir noch einmal all die Dinge vor Augen zu führen, die es möglich machen, diese Beziehung am Leben zu erhalten. Doch man darf sich das nun nicht wie einen alten Mann vorstellen, den man mit Müh’ und Not, an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, daran hindert seinen endgültig letzten Atemzug zu tun. Nein, vielmehr ist sie wie ein Neugeborenes, dass ständig die Zuwendung und Aufmerksamkeit seiner Eltern braucht, da es ohne diese verloren wäre. Sicher, wir sind noch junge Eltern und machen von daher auch den einen oder anderen Fehler, aber so lange diese nicht zu gravierend sind, können wir daraus nur lernen.

 

Einige Leute können nun meine, dass dieser Vergleich ein wenig übertrieben sei, doch warum?? Ist es nicht so, dass eine Beziehung egal ob sie in der Nähe oder Ferne geführt wird, viel von einem abverlangt? Sie ist nun mal kein Selbstläufer, auch nicht dann wenn alles gut funktioniert. Genau dieses „alles läuft super“, ist es, was am meisten Arbeit erfordert. Will man dass es vorwärts geht, muss man auch etwas dafür tun. Ein Marathonläufer schafft seine 42 km ja auch nicht aus dem Stehgreif.

 

Das Schwierigste an einer Fernebeziehung ist nicht die Entfernung, denn auch Paaren, die in ein der und derselben Stadt wohnen, kann es passieren, das sie sich auf Grund schlechter Arbeitszeiten wochenlang nicht sehen. Das Schlimmste ist die Sehnsucht, sie ist es, die uns das Warten unerträglich macht und uns das Gefühl gibt, dass Herz würde in der Brust zerspringen. Allerdings muss man auch zugeben, solange es noch schmerzt, ist es gut. Ein viel schlechteres Zeichen wäre es, wenn es uns alles egal wäre. Wenn wir vergessen wie schön es ist, mit dem Partner Zeit zu verbringen oder aufhören sich um den Anderen zu  Sorgen.

 

In meinem Fall habe ich schon vor Beginn meiner Beziehung die Entscheidung getroffen, meine Heimat zu verlassen und wegen des Studiums nach Österreich zu gehen. Das mag herzlos klingen, da ich die Chance auf eine „normale“ Beziehung hatte und ich mich dagegen entschieden habe, aber was wäre gewesen, wenn man nach sich nach drei Monaten nichts mehr zu sagen gehabt hätte? Ich will nicht sagen, dass ich mein Ziel dann wegen einer Liebelei aus den Augen verloren hätte, aber ich wäre auf keinen Fall glücklich gewesen. Oft lässt man sich blenden von der anfänglichen rosa-roten Welt und vergisst, was man wirklich will. Aber um Beides zu haben, den Traum und die Liebe muss man sich einfach ein wenig arrangieren.

 

Zunächst macht das Ganze überhaupt keinen Spaß und man kann auch nur schwerlich behaupten, dass es im Laufe der Zeit besser wird, aber zumindest kann man sich ein bisschen daran gewöhnen. Im Zeitalter der Technologie sollte es ein leichtes sein mit dem oder der Geliebten in Verbindung zu bleiben, doch neben den technischen Bedingungen spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle. Zwei unterschiedliche Tagesabläufe lassen sich nur schwer auf ein Gemeinsames timen. Zwei unterschiedliche Leben lassen sich oft nur schwer vereinen.

 

Doch nun zur Frage, warum das Ganze? Ganz einfach: Der Liebe wegen! Man kann tun was man will, in ein und derselben Wohnung leben und sich trotzdem unendlich auf den Geist gehen oder hunderte Kilometer voneinander entfernt leben und seine Beziehung trotzdem in vollen Zügen genießen. Und all das, nur weil man sich liebt, weil zwei Monate ohne den Partner für uns die reinsten Höllenqualen bedeuten und wir den Moment des Wiedersehens kaum erwarten können. Anders als manch andere Paare nutzen und erleben wir gemeinsame Augenblicke viel intensiver, da wir wissen dass uns nicht mehr viel Zeit bleibt, bis es wieder heißt „Abschied nehmen“.

 

Es hat sicher noch nie jemand behauptet, dass es einfach sei, aber es hat auch noch nie jemand behauptet, dass sich das Ganze nicht löhne. Doch genau das tut es, dass tut es jedes Mal wenn man sich nach langer Zeit zum ersten Mal in den Armen liegt und den Herzschlag des anderen an der eigenen Brust spürt. Es lohnt sich immer dann… wenn man spürt, dass man geliebt wird!!

 

3.5.09 09:53
 


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