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Der "Morgen danach"

Nach einer Trennung gibt es viele „Morgen danach“ und mit jedem neuen Morgen kommt das Gefühl, an der neuen Situation zu wachsen und sich damit zu arrangieren. Kopf hoch, nach vorne schauen und sein eigenes Leben genießen, alles kluge Tipps, doch

 

Der erste Morgen jedoch, er ist der Tag an dem man am liebsten sterben möchte, die Decke über den Kopf ziehend, einfach vor sich hin heulend, im Bett liegend darauf warten, dass alles zu Ende ist. Es ist wie nach einer Nacht voller Alkohol und einem unnötigen Rausch, das Blut pulsiert in den Adern, das Herz schlägt in einem unregelmäßigen Rhythmus und die Augen sind von all den Tränen geschwollen und lassen sich nur mit allergrößter Mühe aufhalten. Aber wollen wir sie überhaupt öffnen, wollen wir nicht viel lieber in den süßen Schlaf zurück sinken, mit Träumen in denen all der Ärger, Schmerz und Trauer vergessen ist. Träume, die uns vorspielen glücklich zu sein oder besser gesagt, wie schön es war glücklich zu sein?

 

Der „Morgen danach“ scheint das Ende einer Ära einzuläuten und den Geschichtsschreibern das Signal zu geben, man müsse in der Geschichte unseres Lebens einen dicken schwarzen Strich ziehen, ganze Seiten streichen, um ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ein Kapitel, dass gar nicht fröhlich werden kann, denn ohne den Menschen an seiner Seite, der immer für die Pointen gesorgt hat, ist man auf einmal nur noch ein kleiner unbedeutender Nebendarsteller.

 

Man versucht sich aufzuraffen und vor die Tür zu gehen aber jeglicher Spaß bleibt einem verwehrt, weil alle Gedanken nur um ein Thema kreisen: Die Frage wie alles soweit kommen konnte. Wann hat man angefangen sich in der Dunkelheit zu verlieren und wann findet man endlich das rettende Licht, das einem den Weg leuchten kann. Wie ein Blinder irrt man umher, ruft nach dem anderen, der einem die helfende Hand reichen kann, doch alles was man hört ist das verzweifelte Echo der eigenen Stimme.

 

Der Kopf sagt ja und das Herz schreit laut seinen Namen. Auch wenn man weiß, dass die Entscheidung die man treffen musste, für den Verstand die einzig Wahre war, so kann man dem Herz nicht vorschreiben was es zu fühlen hat. Liebe folgt keiner Regel und das Herz sieht erst recht nicht ein, warum es sich an irgendwelche anderen Normen halten sollte, als an die Liebe selbst.

 

An jedem anderen Morgen wächst die Leere, die Leere die einen glauben lässt, man wäre nur noch das bleiche Abbild von jemand, den wir einmal kannten. Das Gefühl verschwindet und alles was bleibt, ist die bloße Hülle ohne Seele.

 

Manchmal brauchen wir den Schmerz, um zu merken, dass wir noch am Leben sind und auch wenn die Menschen glauben, es sei falsch in Erinnerungen zu schwelgen und die Qualen zu wiederholen, so ist es doch das einzige Gefühl zu dem wir wirklich fähig sind.

 

Der „Morgen danach“ ist auch nur einer von vielen, ein Tag voller Trauer und Leid doch er kann auch ein Neubeginn sein. Der Start in eine bessere Zeit und vielleicht auch die letzte Chance die Vergangenheit wieder in die Zukunft zu verwandeln.

15.9.10 13:15
 


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