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Vom Suchen und Finden, vom Kommen und Gehen - von Gefühlen!

Ein Freund von mir sagte kürzlich etwas, dass mich ins Grübeln brachte und was mir nun nicht mehr aus dem Kopf geht:

"Für seine Gefühle kann man nichts, aber das geht vorbei, mit der Zeit vergehen sie."

Ist das so? Sind wir beim Verlieben zwar stets wählerisch und verschenken unser Herz nicht an jeden oder jede x-beliebige, aber unerwiderte Gefühle versuchen wir so schnell es geht abzuschütteln, wie ein ekelhaftes Getier? Kann man es so pauschalisieren? Was kommt, das geht auch wieder und hoffentlich verschwindet es besonders schnell, wenn wir nichts mehr damit anzufangen wissen. Wer sich verlieben kann, kann sich auch wieder „Ent“- Lieben, wenn er nur genug Geduld mitbringt. Die Frage ist nun, spricht das gegen den Fühlenden oder das Gefühl an sich?

Wann haben wir eigentlich eine solche Gleichgültigkeit gegenüber unseren eigenen Gefühlen entwickelt? Warum scheinen wir bereits in den schönsten Dingen eine bloße Willkür zu sehen? Früher hatten wir Schmetterlinge im Bauch, heute sprechen wir von einem Unwohlsein in der Magengegend. Die rosa-rota Brille, in ihren besten Zeiten stets hervor geholt und geputzt, um einen guten Ausblick zu haben, liegt heute verstaubt in einer der untersten Schubladen unseres Herzens.
Wir stehen stumm da und staunen, wenn andere Menschen sich trauen, offen und ehrlich zu ihren Gefühlen zu stehen und dabei sollte es für uns doch das natürlichste der Welt sein. Wir Menschen unterscheiden zwischen den verschiedensten Gefühlen, von Freude über Trauer weiter zur Wut bis hin zur unbändigen, überschwänglichen Liebe. Was wären wir ohne Liebe? Was würde unser Leben sonst so besonders machen, wenn nicht das Erfinden gemeinsamer Träume, das Teilen der sehnlichsten Wünsche und die wohlige Sicherheit, die jede Faser unserer Körpers zu durchströmen scheint, wenn wir den perfekten Partner gefunden haben.

„Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon.“
Theodor Fontane (1819 - 1898), deutscher Dichter

Nun sollte man meinen, stimme wohl auch das Sprichwort, die Zeit heile alle Wunden, aber wie viel Zeit braucht ein geschundenes Herz, um neuen Lebensmut zu schöpfen?
Wie oft erinnern wir uns auch nach einer Trennung an die schönen Zeiten und haben keinen sehnlicheren Wunsch, als das Vergangene wieder zu unserer Gegenwart werden zu lassen. Aber sollte man während der Zeiten, in denen man vielleicht keinen Partner an seiner Seite hat, der schützend die Hand über einen hält, gleich den Glauben an die Liebe verlieren? Wegen jedem Tiefschlag den Kopf in den Sand zu stecken und vor jeder noch so kleinen Schlacht die Waffen niederzulegen, einfach zu kapitulieren, das sollte nicht das Mittel der Wahl sein.

„Liebesfreuden dauern nur einen Augenblick,
Liebeskummer das ganze Leben.“
Jean-Pierre Claris de Florian

Vielleicht will man seine Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen aber auch nicht so einfach ziehen lassen. In dem Glauben, solange man nur fest genug zu packt, könne einem nichts davon entwischen, klammern wir uns an jeden, noch so kleinen Strohalm. Haben wir sie aber erstmal verloren, bereuen und trauern wir, doch bereuen wir nicht die eigenen Fehler sondern bemitleiden uns stattdessen selbst. Egoistisch schauen wir nur vorwärts und nicht zurück, womöglich könnten wir sonst aus den begangenen Fehlern lernen. Doch der Blick geht stur geradeaus, Schritt für Schritt gehen wir in eine neue Zukunft? In eine bessere? Nun ja, zumindest in eine andere!
Für eine bessere Zukunft bedeutet es wohl, sich die guten Dinge des Lebens zu bewahren und sich ihnen erst wieder vollkommen bewusst zu werden. Konnte man nicht auch allein glücklich und kann ein Ende nicht auch ein Neuanfang sein? Die Chance etwas zu verändern, zu bewegen und wieder selbst in die Hand zu nehmen. Wie oft lassen wir andere das Steuer in unserem Leben übernehmen, geben ihnen eine Macht über uns, die wir oft nicht einmal uns selbst zusprechen wollen. Wir stellen viele Dinge, zu leicht und zu oft in Frage, statt einfach glücklich zu sein und auch eine Trennung, so hart sie sein kann, als die große Chance unseres Lebens zu sehen. Und selbst wenn sich unsere größten Wünsche nicht erfüllen sollen, so hält das Leben doch auf viele kleine Kostbarkeiten für uns bereit.

„Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite,
als Du sie bisher gesehen hast, denn das heißt,
ein neues Leben beginnen.“
Marc Aurel, römischer Kaiser

Wir werden Gleichgültig, weil wir uns fürchten. Die Furcht vor dem Schmerz, vor dem Allein aber auch vor dem Mensch sein. Dabei vergessen wir aber, wie wundervoll Gefühle eigentlich sein können. Sie kommen und gehen nicht einfach und sie ändern sich auch nicht so schnell wie das Wetter. Auch die schweren Zeiten in unserem Leben, haben einen Sinn und auch wenn er zunächst nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, so gibt er sich früher oder später doch zu erkennen.
Wir fürchten den Schmerz, doch hin und wieder müssen auch wir uns noch die Knie aufschürfen, denn es sind die Narben, die unser Leben interessant machen. Und auch der Schmerz hat sein Gutes, er zeigt uns, dass wir noch Leben und Fühlen!
19.10.11 22:45
 


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