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Nicht mit aber auch nicht ohne,...

 

Wenn wir nicht mit aber auch nicht ohne können, wie können wir dann überhaupt? Ein Leben in der Schwebe, der Unsicherheit und der Frage nach dem Wie, verwirrend und nervenaufreibend. Wir stürzen uns jeden Tag aufs Neue in eine emotionale Tiefe. Blind, ohne Ausweg lassen wir uns fallen und treiben, gedankenverloren, auf dem Fluss unserer Sehnsüchte dahin. Kein Fährmann dem wir Wegegeld geben können, damit er uns sicher an das andere, rettende Ufer bringen kann und so sehr wir es uns auch einreden mögen, wir wollen es auch nicht. Wir martern uns selbst, zerfressen von Selbstzweifel und der Unwissenheit wie es weitergehen soll.


Doch was tun, wenn man sich nicht mal im geringsten sicher ist, was man sich wünscht, was man hofft und erwartet? Ein Spiel, ein Krieg, eine Schlacht bei der es nur Verlierer geben kann, denn am Ende bleibt nicht nur ein gebrochenes Herz. Verwundet gehen wir zu Boden, einen Wimpernschlag vom Ziel entfernt und mit Tränen in den Augen. Während wir noch kämpften, hatten wir schon alles verloren. Ein Leben zwischen den Welten funktioniert auf Dauer nicht und so sehr wir uns auch an den Gedanken klammern mögen, dass ein Leben zu zweit das einzig Wahre zu sein scheint, verlieren wir den Bezug zum Hier und Jetzt. Aussichtlose Situationen, ein neues Dilema hinter jeder Tür, die wir in unserer Verzweiflung aufstoßen. Wie die kleine Alice im Wunderland sind wir mal zu groß und mal zu klein, passen in kein Muster und die Fußstapfen in die wir treten wollen sind stets zu groß. Wir drehen uns im Kreis und verlieren das letzte bisschen Orientierung denn, auch wenn wir glauben das Ziel vor Augen zu haben, haben wir doch nichts anderes als Halluzinationen.


Wir können nicht miteinander aber auch schon gar nicht ohne, denn der Gedanke an das "Wir" ist stärker als die Liebe zum eigenen "Ich". Doch was bleibt, wenn der Traum wie eine Seifenblase zerplatzt und man nun vor den Trümmern seiner Liebe steht? Den Mut verlieren und sich geschlagen geben? Den Kopf in den Sand zu stecken ist eine Variante, sie lässt einem zumindest die Möglichkeit eines Tages wieder erhobenen Hauptes über den Dingen zu stehen. Den Kopf ganz zu verlieren, ist eine Andere. Ohne Kopf sind wir nicht nur taub, stumm und blind, nein, wir verlieren auch den Verstand. Es ist ein Preis, den zu zahlen, man bereit sein muss. Doch kann die Liebe einen solchen Preis fordern? Darf sie bedingungslos sein, in einer Art und Weise, die uns alles abverlangt? Für seinen Partner da, die starke Schulter oder auch der weiche Kern zu sein, alles Dinge, die selbstverständlich sind. Totale Selbstaufgabe allerdings nicht.


Es ist oft ein Märchen ohne Happy End, ohne ein ".. und wenn sie nicht gestorben sind..", denn auch wenn man immer glaubte, es gäbe kein Leben ohne den anderen, wird früher oder später einer erkennen, dass man nur Allein wieder glücklich sein kann. Die Erinnerung an die schönen Momente verblasst aber die Wut und der Schmerz bleiben, was einen Abschied immer leichter macht. Wie oft haben wir uns eingeredet, dass es eines Tages anders wird, das die gewaltige Kluft irgendwann kleiner wird, aber auch eine Brücke zu schlagen schien unmöglich. Es ist als machten wir einen Schritt voraus, zwei Schritte zurück, stolpern und fallen. Dabei schürfen wir uns nicht nur die Knie auf, sondern verlieren auch immer mehr die Kraft uns allein aufzurichten.


Wir müssen den Mut haben uns zu lösen, die Augen geradeaus zu richten und die Schritte in eine, uns noch unbekannte Zukunft zu lenken. Die ständige Unsicherheit scheint unsere Brust zusammen zu schnüren und nur der Weg hinaus in die Freiheit vermag diesen Knoten zu lösen. Frische Luft füllt unsere Lungen und zum ersten Mal seit Monaten haben wir das Gefühl wieder frei Atmen zu können. Sie haucht unserer geschundenen Seele neues Leben ein.

Wir sind geblendet von der Schönheit des erwachenden Tages und schöpfen neue Kraft. Zu lang hatten wir die Augen vor den positiven Dingen verschlossen und uns an das geklammert, was uns eigentlich glücklich machen sollte, uns aber lediglich das Herz schwer werden ließ. Heute stehen wir hier, die Augen weit geöffnet und lassen den Blick in die Ferne schweifen.


Wir konnten nicht mit, aber schon gar nicht konnten wir ohne... wir wollten stets und wollten doch nie, wir haben an alles geglaubt und alles vergessen. Wir wollten soviel und konnten doch nichts und am Ende, waren es nicht WIR... da war es nur noch ICH!


 

24.11.12 00:55
 


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