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Spieglein, Spieglein....

Wollen wir selbst nie das sehen, was andere in uns sehen? Verschließen wir die Augen vor unserem wahren Ich? Doch was glauben die anderen eigentlich in uns zu erkennen? Sollte in uns doch etwas schlummern, das wir zu sehen gar nicht bereit sind? Ist die graue Maus von nebenan in Wirklichkeit eine schwarze Witwe, die ihre Liebhaber am nächsten morgen zum Frühstück verschlingt? Treibt es die beste Freundin wirklich jede Nacht so wild oder gehört sie doch zu dem Typ Frau, der die Männer gern scharf macht, am Ende aber nur reden will? Fragen über Fragen, doch wollen wir die Antworten wirklich wissen? Wäre es nicht viel einfacher sich einfach der Illusion hinzugeben, das alles so ist wie es erscheint? Sind wir wirklich die, für die wir uns halten?

Wenn wir am morgen in den Spiegel schauen, haben wir dann das klarste Bild von uns? Wir sehen die Spuren der letzten Nacht, dunkle Ringe zeichnen sich unter den Augen ab oder liegt das daran, das wir mal wieder vergessen haben uns abzuschminken? Am Kinn wächst etwas, das aussieht, als wenn es ein eigene Sozialversicherungsnummer beantragen müsste. Um ehrlich zu sein, wären wir ein Kerl und würden uns so am nächsten morgen sehen...wir würden schreiend davon rennen. Wie also können wir erwarten das er uns dann anlächelt und etwas sagt wie "Du bist wunderschön wenn du schläfst" oder "Du hast so zarte Haut wie ein Pfirsisch" Oh ja, wie ein Pfirsisch, zwei Wochen alt, mit Druckstellen und nicht mehr wirklich ansehnlich...also kurz davor im Bio-Müll entsorgt zu werden.

Dabei heißt es doch immer, auf die inneren Werte kommt es an...das ist wohl richtig, doch erstens wäre es blöd jemanden auf Herz und Nieren zu prüfen und ein komplettes medizinisches Gutachten zu verlangen und zweitens gibt es in Cafes oder Bars keine Sitzordnung, bei der sich jeder Mann zu romantisch, treu oder Arschloch einordnen muss. Das würde es natürlich um einiges einfacher für uns machen, doch was wenn der Selbstwahrnehmung genauso gestört ist, wie die eigene? Was wenn er sich für den verständnissvollsten Menschen auf dieser Erde hält und am Ende kolerisch wird, weil man mal einen Abend im Monat mit den Mädels feiern gehen will?? Oder was passiert, wenn er sich in die Kategorie "Treu" einordnet, das Wort aber noch nicht mal buchstabieren könnte, weil er es damit ja eh nicht so hat?

Allerdings, wenn man einmal ehrlich zu sich selbst ist...in welche dieser Kategorien passt man selber? Wären wir ehrlich genug um uns zu den "Arschlöchern" zu setzen, weil wir genau wissen, das die einzige dauerhafte Beziehung die wir jemals eingegangen sind, die zu uns selbst ist? Dabei heißt es doch aber immer, Frauen sind stets auf der Suche nach dem Mann fürs Leben, einer der uns auf Händen trägt und uns jeden Wunsch von den Lippen abließt. Wir versuchen es einmal, versuchen es zweimal und evtl. auch noch ein drittes Mal, aber wenn wir ihn bis dahin nicht gefunden haben,stecken wir gern mal den Kopf in den Sand und eignen uns diese Was-ist-gegen-ein-bisschen-Spaß-und-unkomplizierten-Sex-schon-einzuwenden-Mentalität an. Dabei verlieren wir ja aber trotzdem nicht unsere romantische Ader oder vergessen die für eine Beziehung essentiellen Dinge, nein wir stecken sie nur für unbestimmte Zeit in eine andere Schublade.

Am ehesten kommen uns diese Gedanken, wenn man einen neuen Partner hat oder gerade mal wieder verzweifelt auf der Suche danach ist, den gerade dann tauchen sie auf: die Zweifel an der eigenen Person...kann er uns so lieben wie wir sind? Was macht uns in seinen Augen zu etwas besonderem? Wir geben uns die größte Mühe, dem zu entsprechen, was er sich von seiner Traumfrau erwartet...und verlieren uns dabei fast selbst, ohne das es uns wirklich bewusst wird. Dinge, die uns vorher nicht im geringsten interessiert hätten, scheinen auf einmal das schönste auf der Welt zu sein. Er mag Autos und will aus seiner alten Karre ein Goldstück machen? Ja, hallo...ich hab zwar keinen Führerschein und kann mir nicht vorstellen, wozu ein Auto mehr brauch als einen Motor, vier Räder und ein Lenkrad, aber bevor man sich versieht, blättert man in Katalogen mit Tuningteilen. So verschwindet auch die Kuschel-Rock-Sammlung ganz hinten im Schrank um unserer neuen Liebe, Deathmetal Platz zu machen!

Wo ist jetzt aber noch Raum für unsere eigene Persönlichkeit? Können wir unserer sarkastischen Seite immer noch freien Lauf lassen oder ist es unangebracht, weil der Trottel von Freund Ironie nicht einmal dann erkennen würde, wenn man sie ihm auf dem Silbertablett servieren würde? Müssen wir nun unsere Vorliebe für schwarzen Humor vergessen, da der neue Mann an unserer Seite lieber platte Komödien schaut, in denen jeder Witz so konzipiert ist, das mein zweijähriger Bruder sie verstehen würde? Warum eigentlich? Man sagt zwar immer Gegensätze ziehen sich an, aber das muss ja nicht heißen, das man überhaupt nichts gemeinsam hat...Immerhin sollte es in jeder Beziehung etwas geben, worüber man reden kann..es sei denn man ist sich einig, das es um nichts anderes geht als den wilden hemmungslosen Sex den man hat!

Eigentlich ist es egal, was die anderen in einem zu sehen glauben, denn am Ende kommt es ganz allein darauf an, was WIR in uns sehen und das wir dem treu bleiben. Wir selber sind es, die jeden Morgen in den Spiegel schauen und den Menschen, der uns da entgegen blickt mögen müssen! Erst wenn wir uns selber so lieben, wie wir sind, können wir von den anderen erwarten, das sie das auch tun...Es geht nicht darum auf die anderen immer einen perfekten ersten Eindruck zu machen,...nein, denn oft sind es unsere kleinen Macken, die uns von dem Rest der Welt unterscheiden. Also fangen wir an uns selbst zu lieben...dann werden die anderen es auch!

24.4.08 00:41
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marko (24.4.08 07:40)
sehr schön geschriebener Text! =)
gefällt mir sehr gut....hoffe du bleibst weiterhin so aktiv beim schreiben, wie jetzt!

Gruß aus LE

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